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Die vereinigten Rütlischützen der vier Waldstätte veranstalten in Erinnerung an den Rütlischwur der Männer von Uri, Schwyz und Unterwalden alljährlich am Mittwoch vor Martini, den Rütlitag als vaterländische Feier. Verbunden mit einem Schiessen, früher zur Hebung der Wehrkraft, heute hauptsächlich zur Pflege der Kameradschaft und des freundeidgenössischen Geistes.
Es entspricht einem schönen Brauchtum, dass alle Sektionen mit einer Spezialität – aber kaum mit leeren Händen – auf die Rütliwiese kommen. Die Stadtschützen Bern reisen gar mit einem Zelt an in welchem die Gäste, mit allem was auf einer feinen Bernerplatte vorkommet, verwöhnt werden. Bei den Glarnern gibt es Schabzigerbrötchen, die Tessiner fahren mit den oftmals (heiss) begehrten Marroni auf und an vielen Plätzen gibt es Kaffee avec vom Gröberen. Dies nur um einige Spezialitäten zu nennen. Nicht zu vergessen ist, dass alle beteiligten Schützinnen und Schützen Anrecht auf ein feines «Ordinäri» haben. Vom geschichtsträchtigen Rütlischiessen musste übrigens noch keiner hungrigen Magens heimreisen. Viel eher passiert es, dass die Besucher mit «leicht gehobener Stimmungslage» die Stätte der Freundschaft zu verlassen pflegen! Wer also etwas besonderes erleben möchte, dem ist angeraten den Mittwoch vor Martini (11. November) in der Agenda rot anzustreichen.
Die Stadtschützen Glarus auf dem Rütli :
Die Stadtschützen Glarus fahren nunmehr seit über 55 Male zum historischen Rütlischiessen. Stets sind die sog. "Zigerfrauen" dafür besorgt, dass den Schützenkameraden rund 800 Zigerbrüt verteilt werden. Im Austausch werden feini Maroni, Oltener Biräbrot, Lebkuchen, Zuger Kirschtorte, Wurst, Käse und Brot angeboten. Die heissen Kaffi's bekommt man meisst bei den Innerschweizer und Höfner Schützen.
Nur Fritz Stüssi, Riedern, gelang es einmal die Rütli Bundesgabe zu gewinnen. Mit Bestleistungen warteten aber auch auf: Ernst Jakober, Glarus, 84 P. ect. |